30.04.2012 17:49


Wenn ich auf der Suche nach Inspiration zum Beschwichtigen eines bockigen Scriptes auf Arbeit aus dem Fenster schaue, sehe ich den Himmel oder den Schornstein des Heizkraftwerkes. Wolkig, sonnig, nass oder trocken - immer am gleichen Fleck, immer da und unverändert. Und ich sehe den Plattenweg, der in unserer und des Hauses letzter Etage das Dach umrandet. So eine Art unbegehbarer Wehrgang in luftiger Höhe. Doch letztens - um genau zu sein vor einer Woche - fällt mir etwas ins Auge, das ist anders, das ist grün. Ein kleines Bäumchen!



Wächst da zwischen den Steinen. Steht morgens mal kurz im Sonnenlicht, bevor die Schatten weiterwandern und höchstens der Wind dran zerrt. Nun bin ich gespannt: Kommt ein Gärtner und wird es ausreißen? Wird es im Sommer vertrocknen? Oder kann ich in fünf Jahren aus seinem Stamm vielleicht Ahornsirup ernten? Ich werde immer mal wieder hinaussehen. So wie heute:



24.04.2012 20:52


Im Prinzip bin ich ja schon für schöne Straßen und weniger Schlaglöcher. Schon um meines Autos Willen. Doch nachdem wir letztes Jahr den ganzen Sommer über immer übers Münzbachtal fahren mussten, war ich eigentlich froh, wieder eine gerade Verbindung zu haben (grün, von oben nach unten). Alles hatte man aber im letzten Jahr nicht geschafft und so sollten die restlichen 200 Meter dieses Jahr dran glauben. Dafür setzt man ganze fünf Monate an - wer weiß, macht vielleicht einer mit der Zahnbürste und der Nagelfeile. Oder es wird vergoldet. Na jedenfalls mussten wir seit März wieder mit der altbekannten Umleitung Vorlieb nehmen (primär rosa, Rest rot)



Damit nicht genug. Vor zwei Wochen entstand die Idee, das Muldeufer in Rothenfurth ausbessern zu müssen. Also halbseitige Sperrung. Mit drei Ampeln konnte der Bautrupp nicht umgehen, also sperrte man kurzerhand das erste rosa Stück. Einmal im Zickzack drumrumfahren. Ewig an der Ampel warten. Aber zu früh gefreut. Auch in Freiberg ist noch Geld übrig. Damit könnte man doch... Achja, den Meißner Ring bauen. Den Verkehr leite man über die Winklerstraße. Die ist dafür aber eigentlich zu schmal. Nagut. Dann Einbahnstraße. Was zur Folge hat, dass man nun, um zur KITA zu kommen, einmal rund um den Campus fahren muss, um sich anschließend durch die Baustelle zu quälen. Aus normalen zwölf Fahrtminuten mache fünfunddreißig. Ich bin restlos begeistert.